Sonntag, 1. August 2010

Nigeria Connection - Vorschussbetrug

Die Nigeria Connection ist durch Vorschussbetrug recht bekannt geworden. Regelmäßig erreichen mich Emails, deren Absender vorgibt, entweder ein Bankangestellter oder ein Regierungsbeamter in Nigeria (daher der Name Nigeria Connection) zu sein. Seit längerem werde auch andere afrikanische Staaten genannt. Kern der Sache ist es, dass einem erklärt wird in dem betreffenden Land sei ein Ausländer, ein Landsmann von mir bzw.des jeweiligen Empfängers, verstorben und habe ein riesiges Vermögen hinterlassen, ohne dass es Erben gäbe.



Der Absender gibt vor, zwar nicht selbst an das Geld gelangen zu können, aber aufgrund seiner Position, in der Lage zu sein, das Geld einem fiktiven Erben, nämlich genau dem Empfänger der Email zukommen zu lassen. Dafür wolle man das Vermögen dann später teilen.

Wer sich darauf einlässt und antwortet, erhält auch eine Menge amtlich aussehender Dokumente und es wird erklärt alles ginge seinen Gang. Plötzlich aber, erhält man die Nachricht, das um das Geld nun schließlich transferieren zu können, nur noch eine kleine Hürde zu nehmen sei. Es sei erforderlich einen bestimmten Betrag für Notargebühren, Bestechungsgelder oder sonst was zu überweisen. Dieser Betrag kann recht hoch sein, ist jedoch im Verhältnis zu dem in Aussicht gestellten Vermögen winzig. Meist handelt es sich um einige tausend Euro. Zahlt man dieses geforderte Geld, hört man nie wieder etwas von dem angeblichen Beamten oder Bankangestellten. Natürlich erhält man auch nicht das in Aussicht gestellte Vermögen. Das gab es nämlich nie. Ziel des ganzen war es nämlich den Empfänger der Email gierig werde zu lassen, ihn dazu zu bringen einen Vorschuss zu leisten (daher die Bezeichnung Vorschussbetrug), den man sich einstreicht.

Die Urheber dieser Masche können in jedem beliebigen Land sitzen. Ursprünglich wurde diese Art des Betruges von organisierten Banden in Nigeria angewandt, die als Nigeria Connection bekannt wurden.

Trotzdem diese Art des Betrugs lange bekannt ist, gibt es immer noch Personen, die darauf hereinfallen. Die Emails werden Millionenfach versandt. Das kostet die Banden so gut wie nichts. Sie haben riesige Email-Adress-Listen. Wenn von 100.000 Empfängern nur einer oder zwei auf diese Weise geködert werden, ist das ganze sehr profitabel für die Initiatoren. Unter Nigeria Connection gibt es ebenfalls schon einen Artikel zum Thema SCAM oder Betrug der Nigeria Connection.